Studie Digitaler Vertrieb öffnet deutschen Unternehmen gigantische Märkte

10. Juli 2020Autor: Redaktion MarketingScout

72 Prozent der Unternehmensentscheider und Angestellten in Deutschland sind offen für neue digitale Lösungen, um zusätzliches Geschäft zu generieren oder neue Geschäftsfelder zu erschließen. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie der chinesischen Alibaba Group, mit dem das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov für die Durchführung in Deutschland beauftragt wurde.

Im Rahmen der Studie sollte analysiert werden, wie bereit Unternehmensentscheider und Angestellte in Deutschland für neue digitale Technologien speziell im Vertrieb sind – insbesondere für das Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots und Cloud- bzw. KI-Lösungen.

Laut den Studienergebnissen kann sich fast jeder Dritte die Nutzung solcher Technologien zur Erschließung neuer Märkte und Absatzchancen vorstellen. 20 Prozent der Befragten sind vom Potenzial neuer Technologien wie Livestreaming, mobile Bezahlsysteme, Chatbots oder Cloud- bzw. KI-Lösungen für die Weiterentwicklung ihres Unternehmens überzeugt, 39 Prozent zeigten sich "teilweise überzeugt".

Die Ergebnisse der Studie zeigen aber auch, dass viele der neuen Technologien in deutschen Unternehmen noch nicht flächendeckend eingesetzt werden: Z.B. wird das Livestreaming, das in Asien zu Vertriebszwecken mittlerweile sehr populär ist, in deutschen Unternehmen von nur sechs Prozent der Befragten eingesetzt. KI-gestützte Technologien nutzen nur vier Prozent, Cloud-basierte Anwendungen nur sechs Prozent der Umfrageteilnehmer.

Allerdings ist die Bereitschaft zur Einbindung dieser digitalen Möglichkeiten in den Unternehmen hoch: Livestreaming zu Vertriebszwecken wird von 38 Prozent der Befragten gewünscht, KI-gestützte Technologien liegen bei 34 Prozent und Cloud-basierte Anwendungen bei 31 Prozent. Das Interesse an mobilen Bezahltechnologien ist ebenfalls hoch: Mehr als die Hälfe (52 Prozent) der Befragten haben dies angegeben.

Karl Wehner, Geschäftsführer Deutschland, Österreich, Schweiz bei der Alibaba Group, ist optimistisch, was die fortschreitende Digitalisierung von Geschäftsprozessen, speziell im Vertrieb, in Deutschland angeht:  

"Die Bewegung hin zum "Digital Lifestyle", die bisher im privaten Umfeld stattgefunden hat, findet analog nun auch in der Geschäftswelt statt – unsere Zahlen unterstreichen das. Technologien wie Livestreaming werden sich immer mehr durchsetzen – im Handel, aber auch in anderen Branchen. Wir erleben in diesen Tagen hautnah, wie aus einem "Digital First" ein "Digital Everything" wird, privat wie beruflich. Beispiele wie z.B. das Unternehmen Beurer zeigen anschaulich, dass digitale Infrastruktur helfen kann, neue Märkte oder Geschäftsfelder zu erschließen, Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen aller Branchen und Größenordnungen zukunftsfähiger zu machen. Anhand unserer Zahlen sind wir überzeugt, dass deutsche Unternehmen, speziell der hierzulande so enorm wichtige Mittelstand, dazu bereit ist."

Beurer gilt für Karl Wehner als Best Practice Beispiel und Vorreiter. Das auf medizinische Produkte spezialisierte Unternehmen habe gezeigt, wie hilfreich etwa Livestreaming sein kann, um in Zeiten eingeschränkter Mobilität dennoch Vertriebserfolge zu erzielen. So konnte das Unternehmen jüngst binnen Minuten 12.000 Thermometer verkaufen, alleine durch die Nutzung von Livestreaming. Die Top-Influencerin Viya hatte die Beurer-Produkte in ihrem Livestream angeboten. Beurer avancierte damit prompt zum Bestseller auf der chinesischen Crossborder-B2C-Plattform Tmall Global.

Allgemein ist laut Zahlen der Alibaba Group Livestreaming zu Verkaufszwecken in Asien sehr beliebt. Im Rahmen des "618 Shopping Festival" in China stieg auf Taobao Live, dem Streaming-Kanal von Alibaba, die Gesamtzahl der Livestreams im Vergleich zum Vorjahr um 123 Prozent. Die Plattform brachte ihren Händlern allein am Eröffnungstag des mehrtätigen Events einen Umsatz von 721 Millionen US-Dollar ein.

Zur Umfrage:  
YouGov fragte online 524 Personen von Unternehmen in Deutschland, und zwar einerseits Entscheider vom mittleren Management aufwärts sowie andererseits Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung. Umfragezeitraum: 16. bis 18. Juni 2020.

Titelbild: Screenshot tmall.com (Tmall Global)

 

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