Studie Augmented Reality im Online-Handel – Beispiel Virtual Dressing Room

Bild: Yougov | Studie zur Akzeptanz von Virtual Dressing Rooms
11. September 2017Autor: Redaktion MarketingScout

Wer online Kleidung und Accessoires kauft, geht immer auch das Risiko ein, ob die bestellte Ware passt und gefällt. Geht Ware an den Onlinehändler zurück, kostet das den Verbraucher Zeit und das Unternehmen Geld. Eine mögliche Lösung bietet hier der "Virtual Dressing Room" – ein Beispiel für den Einsatz von Augmented Reality im Onlinehandel. Doch wie steht es um die Akzeptanz einer solchen Technologie bei den Kunden?

Wie die aktuelle Studie "Spieglein, Spieglein auf dem Smartphone" des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov zeigt, ist eine virtuelle Umkleidekabine für jeden fünften Befragten (22 Prozent) grundsätzlich vorstellbar. Vor allem unter 35-Jährige (37 Prozent) und jene, die lieber im Internet statt im Laden einkaufen, sind von der Technologie angetan. Die Mehrheit (52 Prozent) dieser potenziellen Augmented Reality (AR) Nutzer zeigt zudem Interesse daran, Kleidung und Accessoires via Smartphone anzuprobieren.

Laut der Studie ist AR für Verbraucher keineswegs eine bloße Spielerei. Während nur 27 Prozent in Augmented Reality einen spielerischen Nutzen sehen, würden fast zwei von drei potenziellen Nutzern (62 Prozent) damit gerne ihren Alltag erleichtern. Als wichtiges Anwendungsgebiet wird der Bereich des virtuellen Anprobierens gesehen. Mehr als die Hälfte der potenziellen AR-Nutzer können sich dies vorstellen. Vor allem Online-Shopper (59 Prozent) würden eine virtuelle Umkleide nutzen. 40 Prozent der potenziellen Virtual-Dressing-Room-Nutzer würden zudem seltener in stationären Geschäften einkaufen.

Wie wichtig die Implementierung von virtuellen Umkleidekabinen wirklich ist, zeigt die Studie ebenfalls. So lassen sich Offline-Shopper teilweise nur schwer für den Onlinehandel begeistern. Auch Online-Shopper zu binden, ist schwierig: Viele Online-Shops buhlen derzeit um die Kundengunst – Shops müssen sich abheben. Wenn ein Online-Shopper eine Webseite mit vergleichbarem Sortiment findet, der Einkauf dort jedoch günstiger, schneller oder einfacher vonstattengeht, ist das Risiko hoch, dass er diesem Shop den Vorzug gibt.

Wer virtuell testen kann, ob Kleidung oder Accessoires passen, spart vor allem eines: Zeit. Das ist für mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Online-Shopper ein wichtiger Pluspunkt der virtuellen Umkleide. Onlinehändler können ihren Kunden auf diese Weise ein neues Shopping-Erlebnis bieten und sich von anderen Shops abheben. "Wenn Kunden schnell und bequem Kleidungsstücke virtuell anprobieren können, ist die Notwendigkeit geringer, bei der Konkurrenz nach Alternativen zu suchen", betont Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei YouGov. Gerade Kundenbindung ist für Online-Händler ein wichtiger Ansatzpunkt. Wie die Studie ergab, sind Online-Shopper besonders häufig der Meinung (87 Prozent), dass sich ein Anbieterwechsel lohnt.

Der YouGov-Studie zufolge eignen sich bestimmte Marken besonders, um Kunden für die virtuelle Umkleidekabine begeistern. Einen außerordentlich positiven Eindruck haben potenzielle Nutzer von Virtual Dressing Rooms beispielsweise von Adidas, C&A, Deichmann, H&M, Jack Wolfskin, Nike, und Puma, (genannt in alphabetischer Reihenfolge). "Nutzen Sie attraktive Marken in der Werbung, um von deren positivem Image zu profitieren und damit die Bekanntheit und Anziehungskraft Ihrer virtuellen Umkleidekabine zu erhöhen", rät Braun Online-Händlern.

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die intelligente Vernetzung der Daten ermöglicht eine besonders detaillierte Analyse des Konsumentenverhaltens. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen, die vom 13.06.2017 bis 19.06.2017 durchgeführt wurde.

Link zur Studie: http://yougov.de/reports/virtualdressingroom/

Bild: Yougov | Studie zur Akzeptanz von Virtual Dressing Rooms
Bild: Yougov | Studie zur Akzeptanz von Virtual Dressing Rooms

 

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