Lifestyle-Trends 42 Prozent der Deutschen können sich "Workations" vorstellen

12. Juli 2021Autor: Redaktion MarketingScout

Gute Nachrichten für die Tourismus-Branche: Eine verbesserte Work-Life-Balance steht bereits seit geraumer Zeit auf der Wunschliste vieler Bürger*innen weit oben. Die Verknüpfung von Arbeit und Urlaub könnte nun laut der internationalen Studie "Travel Trends 2021 (2)" von Simon-Kucher & Partners ein neuer Lifestyle-Trend werden.

Laut der Studie ist das "Workation"-Modell – also die Option, Arbeit und Urlaub zu verbinden – für viele Befragte interessant: 42 Prozent der Deutschen gaben an, dass sie dank der zunehmenden Flexibilität von Remote-Arbeitsmodellen in naher Zukunft durchaus für eine Workation offen sind. Die größte Begeisterung für dieses Modell herrscht in China, wo sogar 70 Prozent der Befragten daran Interesse haben.

Mehr als die Hälfte der Deutschen würde in diesem Rahmen ihren Urlaub sogar um zwei Wochen oder mehr verlängern, international sind dies sogar 76 Prozent. Relevant für die Auswahl des "Workation"-Ortes ist dabei die Ausstattung: Wichtigste Kriterien sind stabiles und schnelles Internet/WiFi (58 %), ein abgetrennter Arbeitsbereich (40 %) und vorhandene elektronische Ausstattung (38 %).

"Die Verlagerung zu Remote-Working und hybriden Modellen ist eine gute Nachricht für die Tourismusbranche. Die Möglichkeit, tagsüber arbeiten und sich abends und am Wochenende in einem schönen Urlaubsort entspannen zu können, lockt viele Menschen. Ausstattungsmerkmale wie gutes W-LAN und elektronische Infrastruktur sind also für alle Anbieter relevant, auch Hotels und Pensionen", sagt Lisa Remmelberger, Partnerin in Simon-Kuchers Kompetenzzentrum für Reise, Touristik & Freizeit.

Die Studie zeigt ferner eine generell gesteigerte Reiselust: Fast 40 Prozent der Befragten weltweit wollen noch einen Urlaub für diesen Sommer buchen, 30 Prozent haben das bereits getan. Die Studie, basierend auf einer repräsentativen Stichprobe von mehr als 7.000 Personen in sieben Ländern (China, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Russland, Großbritannien und USA), offenbart auch, dass die Reisewilligen gerne vermehrt in eigenem PKW anreisen möchten und den Aufenthalt in einem Hotel bevorzugen.

Der Blick auf die deutschen Ergebnisse der Studie legt dar: 29 Prozent der Deutschen haben ihren Sommerurlaub dieses Jahr bereits gebucht, 35 Prozent planen, dies noch zu tun. Die Art des Reisens wird sich jedoch verändern: Zwar ist der Preis nach wie vor ein zentrales Kriterium beim Buchen einer Reise (38 %), doch für die Verbraucher spielen durch den Einfluss der Pandemie auch Faktoren wie mögliche Einschränkungen am Reiseziel (30 %), staatliche Beschränkungen (25 %) und das Vertrauen in das Gesundheitssystem der Destination (23 %) eine große Rolle. Für 27 Prozent ist vor allem eine Stornierungsmöglichkeit der Reise besonders relevant. Bei der Art der Anreise setzen deutsche Urlauber mit 49 Prozent vor allem auf ihren privaten PKW; 30 Prozent planen eine Anreise mit dem Flugzeug. Bus und Bahn wollen 10 Prozent für die Reise zur Urlaubdestination nutzen.

Über die Studie:
Die globale Studie "Travel Trends 2021 (2)" wurde von Simon-Kucher & Partners und Juni 2021 durchgeführt. Mehr als 7000 Personen in Deutschland, China, Frankreich, Niederlande, Russland, Großbritannien und den USA wurden zu ihrem Reise- und Buchungsverhalten befragt, mit 911 deutschen Teilnehmern. Alle Studienergebnisse sind auf Anfrage erhältlich.

Titelbild / Foto:  tuk69-tuk – Fotolia

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