Trend-Check Wie Unternehmen ihre Marketing-Budgets 2021 umverteilen

11. Dezember 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Die Evernine Group sieht für 2021 einen Trend zu größeren Digitalmarketing-Budgets mit Fokus auf Account-based Marketing und Marketing Automation. Basis hierfür ist eine Evernine-Umfrage unter 60 Marketing-Verantwortlichen in Deutschland, die zeigt, dass die Marketingbudgets in der Corona-Krise zwar insgesamt gekürzt wurden, der Digitalisierungsdruck jedoch gestiegen ist.

Die Corona-Pandemie sorgt für Veränderungen im Marketing-Mix. Laut der Umfrage arbeiten bereits knapp zwei Drittel der im Rahmen der Studie befragten Marketing-Verantwortlichen mit Marketing Automation. Weitere 40 Prozent planen, Marketing Automation vor allem zur Lead-Generierung einzuführen.

Zur Zielgruppenansprache nutzen fast die Hälfte aller Befragten Account-based Marketing. Bei der Neukundenansprache und zur Verarbeitung ihrer Leads setzen über 50 Prozent Social Selling ein. Außerdem vertraut die Mehrheit der Befragten aufgrund der weggefallenen Kongresse und Messen durch Corona bereits jetzt auf Live- und Digitalformate in Form von Webinaren und Webcasts, um mehr Leads zu generieren.

Wie viel Geld ein Lead kosten darf, wurde ebenfalls abgefragt. Bei fast der Hälfte kostet ein Marketing Qualified Lead (MQL) im Schnitt unter 150 Euro. Fast 40 Prozent der Marketing-Verantwortlichen haben jedoch bislang nur wenige Erfahrungen gesammelt und verfügen deshalb über noch keinen einheitlichen Benchmark für den CPL (Cost-per-Lead).

Ferner wurden die Unternehmen dazu befragt wie groß bei ihnen das Verhältnis "Leads : Abschlüssen" ist. Interessanterweise liegen bei 40 Prozent der befragten Unternehmen hierzu keine Erfahrungswerte vor. Bei knapp der Hälfte der Befragten liegt die Abschlussquote unter 10 Prozent.

Auf die Frage, welchen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Marketing-Budgets hat, wurden wenig überraschende Antworten gegeben: Fast 40 Prozent der befragten Marketing-Verantwortlichen sagten, dass ihre Marketing-Budgets insgesamt verringert wurden. Gleichzeitig gibt es jedoch eine deutliche Verlagerung in Richtung Digital Marketing. Über zwei Drittel der Befragten sagen, dass sich die Marketing-Budgets durch Corona ins digitale Marketing verschoben haben.

Bezüglich der Vernetzung von Marketing und Vertrieb bzw. Sales sagen fast der Hälfte der Befragten aus, dass diese Bereiche noch nicht strategisch miteinander verbunden sind. 50 Prozent der Unternehmen, welche die Kopplung vollzogen haben, gaben an, dass die Sales-Abteilung bei der Erstellung von Kampagnen und Kampagnen-Reportings involviert ist.

Bei der Frage, ob Content Marketing  für die interne Leadgenerierung eingesetzt wird, sind die Ergebnisse gespalten: Über 40 Prozent setzen das Instrument zur Leadgenerierung ein, während ein Viertel noch nicht aktiv damit arbeitet. Über zwei Drittel wollen aber künftig stärker auf Content Marketing und Selfpublishing setzen, um sich unabhängiger von Verlagen und externen Medien zu machen.

Alexander Roth, Gründer und CEO der Evernine Group, kommentiert die Umfrage-Ergebnisse:
"Die Umfrage hat gezeigt, dass wir mit unseren digitalen Fokusthemen Account-based Marketing, Marketing Automation und Content Marketing genau den Nerv der Zeit treffen. Insbesondere in der aktuellen Situation ist es wichtig, dass sich die Unternehmen im digitalen Marketing-Umfeld auf die Leadgenerierung und -weiterentwicklung fokussieren. Das kann nur durch eine enge Verzahnung von Marketing- und Sales-Abteilungen gelingen."

Titelbild: Alexander Roth, CEO Evernine Group

 

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