KI & Robotik Studie: Was "smarte Technologien" künftig können dürfen

Bild: electronica 2018 (13. bis 16. November, München)
11. August 2018Autor: Redaktion MarketingScout

Digitale Assistenten ja, selbst denkende Maschinen nein. Die Mehrheit der Verbraucher ist skeptisch, wenn Maschinen den Menschen das Denken abnehmen sollen. Dies geht aus dem electronica-Trend-Index 2018 hervor. 

81 Prozent der Verbraucher rund um den Globus wünschen sich zwar, dass "elektronische Geräte der Zukunft" das Leben der Menschen vereinfachen. 71 Prozent der Verbraucher sind jedoch der Meinung, dass elektronische Geräte auch in Zukunft nur assistieren sollen und das eigene Denken der Menschen mit Künstlicher Intelligenz (KI) nicht ersetzen dürfen.

Die Idee der Sprachsteuerung stößt hingegen auf breite Zustimmung: Rund 60 Prozent der Konsumenten sind weltweit dafür, dass elektronische Geräte künftig in einen menschlichen Dialog treten können – nach dem Vorbild bekannter Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Cortana. Im weltweiten Durchschnitt lehnen jedoch 17 Prozent der Verbraucher sprechende Elektronik entschieden ab. 

Zu "menschenähnlich“ sollten die digitalen Helfer nach Ansicht einer großen Mehrheit nicht werden: Bei der Frage, wie Service-Roboter von morgen beschaffen sein sollten, sprechen sich 72 Prozent dafür aus, dass Roboter mit künstlicher Intelligenz eindeutig als Maschine erkennbar bleiben.

72 Prozent der Befragten bewerten es  positiv, dass Roboter künstliche Intelligenz einsetzen, um selbständig zu lernen und auf neue Situationen zu reagieren. Ebenso viele wünschen sich vom Roboter Entscheidungshilfen – allerdings sollte die Kontrolle in den Händen der Menschen bleiben.

Diese Grundeinstellung gilt generell für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in elektronischen Geräten: 71 Prozent der Verbraucher möchte, dass die KI nur assistiert und nicht das eigene Denken ersetzt. Allerdings ist diese Ansicht in einigen Ländern rückläufig: In Deutschland stimmten dieser Meinung im electronica-Trend-Index aus dem Jahre 2016 noch insgesamt 82 Prozent der Befragten zu – aktuell sind es nur 67 Prozent.

Geteilt ist dagegen die Meinung, ob eine Maschine in der Lage sein soll, menschliche Gefühle zu erkennen und darauf zu reagieren: In den europäischen Ländern und Japan ist nur rund jeder Zweite dafür, in den USA knapp 60 Prozent – in China aber 85 Prozent.

Für den electronica-Trend-Index wurden im Auftrag der "electronica", Weltleitmesse und Konferenz für Elektronik (nächster Termin: 13.-16. November 2018, München), 7.000 Verbraucher in den USA, China, Japan Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien von einem Marktforschungsinstitut im Juni 2018 bevölkerungsrepräsentativ (Online-Panel) befragt.

Bild: electronica 2018 (13. bis 16. November, München)
Bild: electronica 2018 (13. bis 16. November, München)

 

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