Consumer Generated Content Kunden sind die besseren Influencer

23. April 2019Autor: Redaktion MarketingScout

Nicht nur im eCommerce, sondern auch im stationären Handel sind Kundenbewertungen Gold wert.

 Influencer gelten derzeit als einer der Top-Trends im Marketing, jedoch haben sie in der letzten Zeit an Glaubwürdigkeit einbüßen müssen. Verbrauchergenerierte Inhalte (Consumer Generated Content) gelten dagegen als besonders wirksames Verkaufsförderungsinstrument.

Die Kommunikationsexperten des Online-Shopping-Netzwerks Bazaarvoice haben das Thema CGC – Consumer Generated Content unter die Lupe genommen und zeigen auf, warum Konsumenten die besseren Influencer sind.

Laut den Experten wünschen sich die Verbraucher gerade im eCommerce möglichst authentische Produktempfehlungen. Früher verließen sich Kunden hauptsächlich auf Gespräche mit Freunden und Familie oder auch Verkäufern. Heute suchen sie Informationen zunehmend online. Als besonders authentisch gelten dabei Inhalte anderer Nutzer – wie Bewertungen, Testberichte, Fotos und Videos von Produkten.

Doch was ist für die Unternehmen wichtig, um die Chancen des Consumer Generated Content (CGC) zu nutzen? Hierzu drei Experten-Tipps von Bazaarvoice:

1. Stärkung von verbrauchergenerierten Inhalten im Marketing-Mix

Sobald Unternehmen in das Sammeln von verbrauchergenerierten Inhalten wie Rezensionen investiert haben, besteht der nächste Schritt darin, sicherzustellen, dass diese für die Verbraucher jederzeit verfügbar sind. Zusätzlich zur eigenen Website sollte CGC im gesamten Marketing-Mix integriert werden, einschließlich der Shop-Umgebung, der Online-Suchplattformen und der sozialen Medien.

So können Unternehmen beispielsweise Bewertungen, Rezensionen und Kundenfotos, in Print- und digitale Werbung integrieren. Die Kaufwahrscheinlichkeit für ein Produkt mit fünf oder mehr Bewertungen ist 270 Prozent höher als die eines Produkts ohne Bewertungen. Anzeigen mit CGC haben sich als doppelt so wirksam erwiesen als Anzeigen, die keine verbrauchergenerierten Inhalte enthalten.

Vor allem visuelle, von Nutzern generierte Inhalte, bieten eine große Chance, eine Brücke zwischen sozialen Medien und dem E-Commerce zu schlagen. Da Influencer-Marketing zunehmend in die Kritik gerät und von vielen als unglaubwürdig eingestuft wird, sollten sich Marken und Einzelhändler auf visuellen Inhalten von echten Konsumenten verlassen und die Inhalte sowohl in E-Commerce- als auch in Social-Media-Plattformen integrieren. 66 Prozent der Verbraucher kaufen ein Produkt mit höherer Wahrscheinlichkeit, wenn die Website Social-Media-Posts mit Bildern und Videos von echten Kunden beinhaltet.

2. Aufbau von Loyalität bei bestehenden Kunden

Neue Kunden zu gewinnen stellt immer eine große Herausforderung dar, noch schwieriger ist es, Neukunden in treue Stammkunden zu verwandeln. Auch dabei können verbrauchergenerierte Inhalte helfen: In erster Linie sind verbrauchergenerierte Inhalte zwar eine Hilfe bei der Kaufentscheidung, aber auch eine Quelle für Kunden-Feedback. Erfolgreiche Marken und Einzelhändler erkennen die Meinungen der Kunden an und handeln, wenn nötig, danach. Erkenntnisse aus Bewertungstrends können als Frühwarnsignal genutzt werden. Wenn Unternehmen Änderungen auf der Grundlage von Kunden-Feedback vornehmen, sagt dies den Verbrauchern, dass ihre Meinung geschätzt wird und schafft eine stärkere Bindung zwischen Kunde und Marke.

Ein Trend ist, dass Marken und Einzelhändler ihren bestehenden Kunden ein Produkt exklusiv vorstellen, bevor es an eine breite Masse geht. Beispielsweise vertrauten Marken bei einer traditionellen Neueinführung von Produkten auf Labor- oder Testumgebungen. Was wir jetzt sehen, sind Unternehmen, die diese neuen Produkte bei einem bestehenden Kundenstamm ausprobieren. Dies ermöglicht es Marken, vor der Markteinführung Feedback zu sammeln und am Produkt oder der Marketingstrategie zu feilen, während sie gleichzeitig die Loyalität von Stammkunden stärken.

3. Integration von Online- und Offline-Erfahrungen

Die digitale Transformation hat den Einzelhandel dramatisch verändert, und auch heute noch entwickelt er sich rasant, da die physische und die digitale Welt immer weiter verschmelzen. Der stationäre Handel kann ein großes Comeback erleben, wenn er digitale Erwartungen mit physischen Umgebungen verbindet.

Noch wichtiger ist, dass diese Geschäfte ganze Elemente umfassen, die auf verbrauchergenerierten Inhalten basieren, etwa mit Displays für "bestbewertete" und "beliebteste" Produkte. Dies zeigt wie die Online-Welt die Offline-Erfahrungen beeinflussen kann, und demonstriert erneut die Bedeutung von verbrauchergenerierten Inhalten.

Titelbild: Gaj Rudolf / fotolia.com

 

Keinen Marketing-Trend mehr verpassen? marketingScout Newsletter

Kategorie(n):

  • Digital Marketing
  • eCommerce
  • Handelsmarketing
  • Influencer Marketing
  • Verkaufsförderung
Anzeige Babbel.com - jetzt kostenlos ausprobieren!
Anzeige Barclaycard Affiliate Programm
Anzeige handytarife.saturn.de
Anzeige Paybackcard