Experten-Tipp eCommerce: 15 Minuten Marketing pro Tag reichen aus

Screenshot: https://www.trustedshops.de_04.09.2017
4. September 2017Autor: Redaktion MarketingScout

Als Betreiber eines Onlineshops hat man alle Hände voll zu tun: Kunden-Support, Fulfilment und alles was sonst noch so anfällt. Da kann das Marketing schon mal untergehen. Besonders wenn es kein Marketing-Team gibt, das den ganzen Tag nichts anderes macht als Kampagnen zu optimieren oder neue Werbe-Kanäle zu testen. Doch auch ohne Mitarbeiter, die sich nur der Gewinnung von Neukunden widmen, lässt sich mit ein paar Minuten Marketing pro Tag Großes erreichen. Daniel Heller, Online-Marketing Experte bei Trusted Shops erklärt, wie das funktioniert.

Marketingtipps für Onlineshops
Mit dem Marketing für den eigenen Onlineshop verhält es sich wie mit Fitness. Ein wenig zu tun ist hundertfach besser als nichts zu tun. Trotzdem, so fand Infusionsoft heraus, hat jeder fünfte Unternehmer nicht vor in Online-Marketing zu investieren, obwohl das Internet fast schon omnipräsent ist, mobiler Traffic den Desktop-Traffic übersteigt und E-Commerce weiterhin boomt. Dementsprechend ist Online-Marketing ein Muss. Mit diesen fünf Schritten lässt es sich mit nur 15 Minuten pro Tag gestalten.

Schritt 1: Die Ideenfindung
Bevor Online-Shops effektiv beworben werden können, müssen Ideen gesammelt werden, wie dies möglich ist. Was passt zum eigenen Shop? Ist es Facebook oder Instagram Werbung? Content Marketing? Social Selling? E-Mail-Marketing? 15 Minuten pro Tag in die Erforschung eines Themas wie Facebook Ads, SEO oder Content Marketing zu investieren, wird Sie in kürzester Zeit zum Experten machen.

Ferner ist es ratsam Marketing-Methoden kennenzulernen. Sobald man etwas gefunden hat, dass im Kopf für ein Ideenfeuerwerk sorgt, sollte es auf Papier festgehalten werden, brainstormen und im Anschluss das Thema vertiefen. Wenn eine Marketing-Taktik in Ihren Grundzügen verstanden wurde, ist es Zeit für…

Schritt 2: Das Testen
Was hilft neues Wissen, wenn es nicht angewendet wird. Es bringt schließlich nichts in der Theorie alles über das Fahren zu wissen, ohne jemals hinter das Lenkrad zu steigen und loszufahren. Egal für welche Marketing-Taktik man sich entscheidet, sie muss ausprobiert werden.

Ob es nun das Veröffentlichen des ersten Blogposts ist, die erste Facebook-Werbung, der erste Kontakt zu Influencern oder der erste Instagram-Post, das erste Mal auf Veröffentlichen/Buchen zu drücken erfordert am meisten Überwindung.

Schritt 3: Geduld
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Einer der entscheidenden Faktoren für eine erfolgreiche Marketing-Kampagne ist Geduld. Die Werbe-Kampagne abzubrechen, weil sie nach den ersten zwei Stunden kein Verkauf generiert hat, den Blogpost zu löschen, weil er nur zwei Mal gelesen wurde oder alles wegen einem negativen Kommentar über den Haufen zu werfen — dies sind alles Dinge, die häufig bei Marketing-Neulingen zu beobachten sind. Geduld ist eine Tugend, man sollte der Werbekampagne Zeit geben und beobachten, was funktioniert und was nicht. Aus Fehlern lernen heißt die Devise.

Schritt 4: Ziele und Belohnungen
Man sollte sich Ziele setzen. 10.000 neue E-Mail Adressen, 20% Konversionsrate oder zehnfaches ROI sind ambitionierte Ziele. Am Anfang sind zu hoch gesteckte Ziele jedoch nicht motivierend, ganz im Gegenteil. Viel besser ist es sich kleinere (Zwischen-)Ziele zu setzen, deren Erreichung realistischer sind:

• 100 neue E-Mail-Adressen, dann 200…
• eine 2%-Konversionsrate, dann 2,5%…
• ein positiver ROI, dann ein zweifacher…

Mit Hilfe der Zwischenziele hat man das Gefühl voranzukommen und wirklich etwas zu erreichen, anstatt einem scheinbar unerreichbaren Ziel nachzujagen und die Motivation zu verlieren. Falls man die Zwischenziele erreicht, sollte eine Belohnung folgen (beispielsweise eine längere Mittagspause, Kuchen, früher nach Hause gehen etc.), damit Eigenmotivation leichter vonstattengeht.

Schritt 5: Gas geben, Neues entdecken
Die Werbeanzeigen bringen stetig neuen Umsatz, dieKonversionsrate geht durch die Decke und jeden Tag werden eine Vielzahl neuer E-Mail-Adressen gesammelt. Die Marketing-Taktik hat sich also bewährt.

Jetzt stehen drei Möglichkeiten offen:
1. Vollgas geben und mehr Budget in erfolgreiches Marketing stecken, weiter optimieren, so den Umsatz maximieren und die Mitbewerber hinter sich lassen.
2. Einen Marketer einstellen, mit dem man zusammenarbeitet oder einen Trainee anlernen, ist jedem selbst überlassen. Man weiss nun, wie es funktioniert. Jetzt können die Marketing-Aufgaben auch abgeben werden und man kann sich trotzdem über den steigenden Umsatz freuen.
3. Es bleibt so, wie es ist. Man betreut weiterhin die Marketing-Kampagnen, aber nur noch mit einem minimalen Zeit-Investment. So wird fortlaufend Umsatz generiert, jedoch hat man mehr Zeit für Neues.

Egal für welche Möglichkeit man sich entscheidet, Neues zu entdecken wird stets ein wichtiger Faktor sein, der darüber entscheidet, ob der Online-Shop auch in 10 Jahren noch floriert. Wenn das Marketing ohne das eigene Zutun funktioniert, kann man mutiger werden und Dinge ausprobieren, an die sich die Mitbewerber (noch) nicht herantrauen. Man hat jetzt den Luxus, dass neue Marketing-Strategien ausprobiert und erforscht werden können. Dieser Luxus erlaubt zu den Innovatoren der Branche zu werden, neue Marketing-Strategien früh auszuprobieren und perfektionieren zu können, bevor die Konkurrenz überhaupt davon gehört hat. So sorgt man dafür, dass der Shop stets auf der Pole-Position ist.

Gastbeitrag von:
Daniel Heller, Online-Marketing Experte bei Trusted Shops

Beitragsbild: Screenshot trustedshops.de

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