Media-Analyse Die Coronavirus-Krise zieht klassische Zeitungsleser ins Netz

26. März 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Die Datenanalysten der Telekom-Tochter emetriq haben untersucht, wie viel Prozent des Internet-Traffics sich täglich mit bestimmten Themen beschäftigt haben. Aus der Analyse des aktuellen Surfverhaltens geht hervor, dass derzeit rund 25 Prozent des gesamten Online-Konsums deutscher Internet-User auf Inhalte entfällt, die die Corona-Krise behandeln. Die Analyse zeigt auch, dass die aktuellen Umstände nun auch Nutzer ins Netz ziehen, die sonst eher eine Tageszeitung aufschlagen würden.

Laut der Analyse übersteigt der Anteil der über 40jährigen User, die sich aktuell zu Corona im Internet informieren, den der jüngeren User deutlich. 83 Prozent der User mit hoher Besuchsfrequenz von Corona-Inhalten sind älter als 40 Jahre, davon sind wiederrum 32 Prozent älter als 60 Jahre. Bei den 20–29-Jährigen beträgt der Anteil lediglich 4 Prozent. 

Ferner sind auch Eltern sowie in einer Partnerschaft lebenden User an der Berichterstattung zu COVID-19 deutlich stärker interessiert als Singles. Der Konsum von Inhalten mit Bezug zum Coronavirus ist unter männlichen Internetnutzern zudem größer als unter weiblichen.

Die Datenanalyse gibt auch Aufschluss über die Einkommenssituation der User: Demnach verdienen die an Corona stark interessierten Nutzer überdurchschnittlich gut. Das Haushalts-Nettoeinkommen liegt hier zwischen 2.500 und 4.000 Euro.

Nils Höckendorf, Datenspezialist bei emetriq, rät werbetreibenden Unternehmen:
"Die Datenpool-Analyse verdeutlicht, dass die aktuellen Umstände auch Nutzer ins Netz ziehen, die sonst eher eine Tageszeitung aufschlagen würden. Insbesondere ältere und gewöhnlich weniger online-affine User mit höherem Einkommen setzen sich intensiv mit dem Thema Corona auseinander. Für Werbungtreibende ergibt sich so die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen. Nur sollte der Fokus der Aktivitäten zurzeit nicht auf Umsatz, sondern auf Aufmerksamkeitssteigerung liegen. Marken sollten ihre Budgets nutzen, um Haltung zu zeigen und so langfristig in einem neu aufgestellten Markt gut positioniert zu sein."

emetriq ist Initiator des größten kollaborativen Datenpools der deutschen Werbewirtschaft.

Titelbild: Nils Höckendorf, Daten-Spezialist bei emetriq

 

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