Statt Rabattschlacht Zum Black Friday setzt IKEA auf Wiederverwertung statt Impulskäufe

Bild: IKEA kauft im Rahmen der "Zweiten Chance" gebrauchte IKEA Möbel zurück . (Quelle: IKEA Deutschland / André Grohe)
19. Oktober 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Am 27. November 2020 ist "Black Friday" – ein internationaler Shoppingtag für Schnäppchen-Jäger, der die Kauflust der Konsumenten weltweit anregen soll. Auch der Möbel-Händler IKEA hatte sich in den letzten Jahren mit den "Black Freudays" an dem Rabatt-Tag beteiligt. Im Zuge des gesellschaftlichen Nachhaltigkeits-Trends zu "Weniger-Wegwerfen – mehr Recyceln" hat sich das Unternehmen in diesem Jahr für ein neues Konzept entschieden, das besser zu seinen CSR- (Corporate Social Responsibility-) Zielen passt.

Statt den "IKEA Black Freudays" gibt es in diesem Jahr den "Buyback Friday".  Im Aktionszeitraum vom 21. November bis 6. Dezember kauft IKEA gebrauchte IKEA Möbelstücke zu Sonderkonditionen zurück und gibt ihnen in der "Fundgrube" die Chance, einen neuen Besitzer zu finden.

Hintergrund der Maßnahme sind die Nachhaltigkeitsziele von IKEA. So plant das Unternehmen, bis zum Jahr 2030 alle Produkte nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft zu entwerfen und dabei ausschließlich auf erneuerbare oder recycelte Materialien zu setzen. Die Haltbarkeit der Produkte spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle.

Katarzyna Dulko-Gaszyna, Sustainability Managerin IKEA Deutschland hierzu:
"Wir möchten die Lebensdauer unserer Möbelstücke verlängern und verantwortungsvoll mit begrenzten Ressourcen umgehen. Deshalb haben wir uns ganz bewusst dafür entschieden, mit dem "Buyback Friday" nicht zu Impulskäufen zu animieren, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass Dinge, die man selbst nicht mehr benötigt, für jemand anderen von großem Nutzen sein können."

Der "Buyback Friday" basiert auf dem "Zweite Chance"-Programm, das im vergangenen Jahr flächendeckend in allen deutschen IKEA Einrichtungshäusern eingeführt wurde. Im Aktionszeitraum vom 21. November bis 6. Dezember erhöht IKEA nun den regulären Rückkaufpreis um 20 Prozent. Die Kunden, die ihr Möbelstück zurückgeben, erhalten eine Guthabenkarte, die drei Jahre lang gültig ist und die u.a. für den Kauf von Fundgruben-Artikeln eingesetzt werden.

Das Zweite-Chance-Rückkaufprogramm umfasst derzeit über 1.500 Produkte aus dem IKEA Sortiment. Am Weiterverkauf der Möbel möchte IKEA nichts verdienen. Die Produkte werden in der Fundgrube zum regulären Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten. Weitere Informationen und Details zum Ablauf gibt es auf der IKEA Website.

Bild: IKEA kauft im Rahmen der "Zweiten Chance" gebrauchte IKEA Möbel zurück. (Quelle: IKEA Deutschland / André Grohe)
Bild: IKEA kauft im Rahmen der "Zweiten Chance" gebrauchte IKEA Möbel zurück. (Quelle: IKEA Deutschland / André Grohe)

 

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