Black Friday VKF-Strategien – Händler sollten Angebote reduzieren

13. November 2019Autor: Redaktion MarketingScout

Laut den Experten der GfK übertreffen in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Polen und Brasilien die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts. GfK geht davon aus, dass die Umsatzerlöse des diesjährigen Black Fridays am 29.11.2019 die bisherigen Rekorde übertreffen werden. Der Singles' Day, der vor allem in China das wichtigste Shopping Event des Jahres ist, hat am 11.11.2019 ebenfalls beste Ergebnisse erzielt. Im Vergleich zu einer gewöhnlichen Woche generiert er regelmäßig das Dreifache an Umsätzen.

Die Untersuchungen der GfK zu den beiden weltweiten  Shopping-Ereignissen zeigen außerdem, dass der Trend bei Verbrauchern weg von günstigen hin zu höherwertigen Produkten im Angebot geht.

Norbert Herzog, GfK-Experte im Bereich Retail, geht ins Detail:
"Sowohl Black Friday als auch Singles' Day sind für den Handel weltweit etablierte Promotion-Wochen. Unsere Studien belegen, dass Verbraucher unabhängig davon, wo sie leben, immer für gute Angebote zu haben sind, solange diese auch wirklich einen Mehrwert liefern – also eine ehrliche Preisreduktion darstellen. Beide Ereignisse zahlen auf den Wunsch der Verbraucher ein, sich gute Angebote nicht entgehen zu lassen und hochwertigere Markenartikel zum bestmöglichen Preis zu ergattern. Außerdem sind die Verbraucher weltweit stets auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben einfacher zu gestalten. Laut unserer GfK Studie FutureBuy stimmen 42 Prozent der Verbraucher in Europa und 65 Prozent in der Region Asien-Pazifik der Aussage zu, dass es in vielen Kategorien einfach zu viel Auswahl gibt. Einen echten Mehrwert können Händler bieten, indem sie die Anzahl der Angebote reduzieren und so Verbrauchern helfen, diesen November ihre gewünschten Produkte einfacher zu finden und zu kaufen."

Laut der GfK Studie FutureBuy geben fast die Hälfte der Verbraucher in Europa (45 Prozent), die auf der Jagd nach Schnäppchen sind, an, dass sie heute häufiger Preise vergleichen als noch vor einem Jahr. Die Tatsache, dass das Shopping Event Black Friday in der Vergangenheit in einigen Märkten negativ in den Medien dargestellt wurde, hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angebote mit Vorsicht genießen und mehr Zeit darauf verwenden, vor dem Kauf zunächst Preise zu vergleichen.

Um die Gewinnspannen nicht zu verlieren, setzen viele Hersteller und Händler verstärkt auf Premium-Produkte. Verbraucher werden ermutigt, eher gehobenere Modelle zu kaufen, als sich für die günstigsten Produkte im Angebot zu entscheiden.

Konsumentenseitig zeigt sich das Verlangen nach hochwertigen Produkten in der GfK-Studie GfK Consumer Life. Im Jahr 2019 gaben 47 Prozent der Verbraucher an, dass es wichtig sei, sich regelmäßig etwas zu gönnen und sich zu verwöhnen. Zudem möchte ungefähr die Hälfte (49 Prozent) lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Artikel besitzen und 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie nur Artikel von vertrauten Marken kaufen.

Herzog fasst für den bevorstehenden Black Friday zusammen:
"Das Erfolgskonzept wird sein, die richtigen Premiumprodukte der Verbrauchernachfrage entgegenzustellen. Passiert dies in einem überschaubaren Rahmen von ehrlichen Angeboten, werden die Verbraucher dieses Jahr leicht zu einer Kaufentscheidung kommen."

Titelbild (Hintergrundmotiv): fotolia.com / Andrey Popov

 

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