Weiter bilden! Marketing Skills, die auch in 2025 noch essenziell wichtig sind

3. Januar 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Die rasanten Entwicklungen im Marketing haben den Marketingprofis in den letzten 10 Jahren alles abverlangt. Ganze Abteilungen und Teams mussten sich neu erfinden, Prozesse neu organisiert, Projekte, Strukturen und Budgets angepasst werden.

Mehr "Customer Centricity" steht in den Strategiepapieren vieler Unternehmen für 2020 weit oben. Dies rückt den Qualifizierungsbedarf der Marketingteams stärker denn je in den Fokus der Personalentwickler.

Wer jetzt die Budgets für die Weiterbildung im Marketing aufstocken will, sollte jedoch folgendes beachten: Um das Business mehr auf die Anforderungen der Märkte auszurichten, braucht es vor allem eins: Mehr konzeptionelles Know-how, mehr analytische Skills und mehr Agilität in den Prozessen und Strukturen der Marketing-Teams. Kurz: Weniger Aktionismus, der aus stetig neuen Trends, Tools und Kanälen resultiert, dafür mehr strategische Kompetenz.

Pünktlich zum Start in das neue Jahrzehnt erklärt Monika Monzel, Head of Training der AdCoach Academy, welche Weiterbildungsthemen für die Marketingteams 2020 wirklich wichtig sind. Insgesamt können fünf Kompetenzfelder identifiziert werden, in denen sich eine Investition lohnt, weil die hier erworbenen Skills auch in 2025 noch nachhaltig zum Erfolg im Marketing, und damit zu einer marktorientierte(re)n Unternehmensführung, beitragen werden. Die fünf Kompetenzfelder sind:

Erstens:
Aufbau von Projekt- und Prozessmanagement Know-how, um Marketing-Projekte künftig "agiler" und effizienter managen zu können. Zähe interne Prozesse sind der Hauptgrund, warum neue Chancen an den Märkten nicht besser ausgeschöpft werden. Doch Agilität darf nicht als gleichbedeutend mit "Jeder macht was er will, und das möglichst schnell" verstanden werden. Wenn jedoch alle ein solides Projektmanagement-Know-how haben, das die Basis für mehr Effizienz und Qualität im Marketing bildet, führen agile Methoden zu einer wahren Produktivitäts-Explosion.

Zweitens:
Aufbau von konzeptionellem Know-how in der Planung ganzheitlich integrierter Kampagnen. In den letzten Jahren wurde zu viel Zeit und Geld in den Aufbau von Expertise in einzelnen Kanälen (Google, Facebook, Instagram & Co.) investiert, was die Fortsetzung der eigentlich zu überwindenden, isolierten Einzel-Aktionen eher weiter begünstigt hat. Jedes Marketingteam sollte 2020 hier einen deutlichen Schlusspunkt setzen und mehr konzeptionelle 360-Grad-Expertise aufbauen.

Drittens:
Aufbau von Kompetenzen im Live Marketing. Im Zuge der Digitalisierung avancieren starke Marken-Events zu den eigentlichen "Stars" im Marketing-Mix. Kein anderes Kommunikationsinstrument bietet den Marketern eine bessere Plattform für  facettenreiche Markenerfahrungen und den Aufbau stabiler Markenpräferenzen. Wer diese Chance verpasst, ist selbst schuld.

Viertes:
Aufbau von Kompetenzen in der Markt- und Zielgruppenanalyse. Oft scheitert die Mission "Customer Centricity" an fehlenden Informationen über die Märkte und Zielgruppen. Viele Marketingverantwortliche geben nach wie vor zu bedenken, ihre (Ziel-)Kunden nicht gut genug zu kennen, um Marketingstrategien und Kampagnen noch besser auf die verschiedenen Kundensegmente zuzuschneiden. Dabei ist es heute denkbar einfach, solide Marktinformationen zu beschaffen, auch jenseits teurer Primärforschung. Warum dies nicht getan wird, scheitert weniger an den verfügbaren Daten, als an fehlendem Know-how bzgl. der Methodik der Informationsbeschaffung bzw. an einer suboptimalen internen Daten-Bereitstellung.

Fünftens:
Aufbau von Kompetenzen auf dem Gebiet der digitalen Markenführung. In den letzten Jahren wurden weltweit zahlreiche brillante Kampagnen realisiert – leider allzu oft ohne soliden strategischen Unterbau, weshalb die Wirkung schon nach kurzer Zeit wieder verpuffte. In jüngsten Umfragen unter Marketing Managern/innen weltweit stellte sich heraus, dass sich viele Unternehmen eine fundierte(re) Digitalstrategie wünschen, um endlich aus der Aktionismus-Falle herauszukommen. Wie in der analogen Markenwelt gilt auch im digitalen Marken-Universum: Die Nase hat vorne, wer kontinuierlich präsent ist, eine klare Linie fährt – und ausreichend Budget investiert. Wer sein Digital-Marketing-Budget nicht "zur Hälfte verschwenden will" (der Satz ist bekannt …) braucht methodische Kompetenz und ein gutes Gespür für die Best Practices. Während kanalspezifisches Detailwissen (z.B. welche Werbeformate gibt es aktuell bei Google, Facebook, Instagram, TikTok & Co.?) in fünf Jahren längst überholt sein wird, werden fundierte markenstrategische Skills auch 2025 ihren "Inhabern" noch sehr nützlich sein und die Unternehmen weiter voranbringen.

Weitere Informationen und Tipps zu diesem Thema finden Sie im Bereich "Fachbeiträge" von AdCoach.
Fachbeitrag:  Tipps für die Weiterbildung im Marketing

Titelbild: fotolia.com_Gaj Rudolf

 

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