Studie Social Media Nutzung am Arbeitsplatz nimmt zu

13. Juli 2021Autor: Redaktion MarketingScout

Die Zahl der Berufstätigen, die im Job soziale Medien nutzen, legt weiter zu:  54 Prozent aller erwerbstätigen Onliner in Deutschland setzen mittlerweile Dienste wie Twitter, Facebook oder Blogs für berufliche Zwecke ein. Ein Jahr zuvor äußerten sich erst 44 Prozent gleichermaßen. 

Damit sind die Social-Media-Nutzer im Berufsleben zum ersten Mal gegenüber den Nicht-Nutzern in der Mehrheit. Das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Internet-Nutzer ab 16 Jahren repräsentativ befragt wurden.

Laut der Studie kommen am Arbeitsplatz vorrangig WhatsApp und YouTube zum Einsatz. Jeweils 29 Prozent aller Internet-Nutzer ab 16 Jahren in Deutschland nutzen den Gruppenmessenger oder das Do-it-yourself-Videoportal nach eigenen Angaben beruflich. Ebenfalls weit verbreitet sind Facebook, das 26 Prozent der Onliner für ihre Arbeit einsetzen, sowie Instagram mit 22 Prozent.  Dicht beieinander in der beruflichen Nutzung liegen die Karriere-Netzwerke LinkedIn mit 18 und Xing mit 17 Prozent. Weitere wichtige Kanäle für die Social-Media-Kommunikation im Berufsleben sind klassische Internet-Foren, die hierfür ebenfalls von 17 Prozent der Deutschen mit Internet-Anschluss genutzt werden, sowie Twitter und Blogs mit jeweils 16 Prozent.

Die berufstätigen Onliner, die bei der Arbeit derzeit (noch) ohne Social Media auskommen, teilen sich in drei Gruppen: 18 Prozent nutzen Soziale Medien generell nicht, weder privat noch beruflich. Weitere acht Prozent sind zwar privat online und im Social Web unterwegs, benötigen das Internet für die Ausübung ihrer Arbeit aber überhaupt nicht. Die verbleibenden 20 Prozent nutzen im Job zwar das Internet, aber keine Sozialen Medien.

Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors, kommentiert:  "Unternehmen müssen heute mit der Realität leben, dass sich im Social-Media-Zeitalter viel mehr Mitarbeiter öffentlich im Zusammenhang mit ihrer Arbeit äußern als früher üblich. Aber das ist kein Grund zur Panik, und jeglicher Versuch, dies komplett zu unterbinden, ist aus der Zeit gefallen und zum Scheitern verurteilt."

Statt eines Social Media Verbotes am Arbeitsplatz empfiehlt der Social-Media-Experte, die Chancen für das eigene Unternehmen zu identifizieren und den etwaigen Risiken durch Social Media Richtlinien und Empfehlungen für das richtige Verhalten in den sozialen Netzwerken wirksam vorzubeugen.

Titelbild / Screenshot:  Social Media Atlas 2021 von Faktenkontor

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