Umfrage Die 10 häufigsten Fehler in der Pressearbeit

Infografik: Pressesprecher - Journalisten Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke
25. August 2017Autor: Redaktion MarketingScout

Journalisten sind am meisten von Pressestellen und Pressesprechern genervt, wenn sie keine Reaktion auf ihre Anfragen erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Medien-Trendmonitor "Brennpunkt Journalismus" von news aktuell und Faktenkontor. An der Umfrage haben über 1.700 Journalisten teilgenommen.

Pressearbeit von Unternehmen gestaltet sich nicht immer einfach. Sorgfältig ausgewählte Themen, gut geschriebende Texte und ansprechendes Bild- oder Filmmaterial sind kein Garant mehr für eine erfolgreiche Pressearbeit. Hochwertiger Content ist notwendig, da sich 40 Prozent der befragten Journalisten an unprofessionellem Pressematerial stören. Je höher die Position, umso kritischer ist der Blick auf PR-Content: Während nur 35 Prozent der einfachen Redakteure schlechte Pressemitteilungen kritisieren, tut es bei den Chefredakteuren jeder Zweite (51 Prozent).

Noch wichtiger ist jedoch ein kooperatives Verhalten in Bezug auf Presseanfragen. Mehr als die Hälfte der Befragten ist demnach genervt, wenn Kommunikationschefs nicht auf Anfragen reagieren (51 Prozent). Auch das Thema Glaubwürdigkeit spielt in das Verhältnis von Journalisten und Unternehmenssprechern hinein: 45 Prozent der Umfrageteilnehmer stört, dass sie zu oft Lobhudelei statt Fakten geliefert bekommen. Fehlende Authentizität und Unehrlichkeit beklagen 43 Prozent der Journalisten.

Das Nachtelefonieren von Pressemitteilungen scheint dagegen langsam der Vergangenheit anzugehören: Nur noch knapp jeder Fünfte fühlt sich davon gestört (19 Prozent). Auch selten Anlass für Ärger geben juristische Interventionen: Lediglich fünf Prozent der Befragten nervt es, wenn Pressesprecher mit dem Anwalt drohen.

Top 10 der PR-Fehler: Was Journalisten an Pressesprechern am meisten nervt

  1. Keine Reaktion auf Anfragen: 51 Prozent
  2. Lobhudelei statt Fakten: 45 Prozent
  3. Keine authentischen, ehrlichen Aussagen: 43 Prozent
  4. Unprofessionelles Pressematerial: 40 Prozent
  5. Komplizierte Autorisierungen: 39 Prozent
  6. Nach Versand einer Pressemitteilung nicht erreichbar sein: 23 Prozent
  7. Fehlende Unterstützung bei Recherchen: 21 Prozent
  8. Telefonisches Nachfassen von Pressemitteilungen: 19 Prozent
  9. Belegexemplare einfordern: 6 Prozent
  10. Mit dem Anwalt drohen: 5 Prozent

 

Infografik: Pressesprecher - Journalisten Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke
Infografik: Pressesprecher – Journalisten Quelle: obs/news aktuell GmbH/Sebastian Könnicke

 

Quelle: Medien-Trendmonitor 2017 von news aktuell und Faktenkontor
Teilnehmer: 1.740 Journalisten
Umfragezeitraum: März 2017
Methode: Online-Umfrage

 

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