Mit der Weltpremiere der letzten Staffel von "Babylon Berlin" feierten die ARD und ARD Degeto das Ende der Erfolgsserie bei einem glamourösen Event. Am 10. September 2026 kamen der Cast, Beteiligte aus allen fünf Staffeln sowie die Macher der Serie im Berliner Zoo Palast zusammen, um das zehnjährige Serienprojekt zu verabschieden.
Nach fünf Staffeln, 48 Episoden und 532 Drehtagen endet die Erfolgsserie "Babylon Berlin". Den Auftakt zum Abschied bildete die Weltpremiere der finalen Staffel im Berliner Zoo Palast. Unter dem Motto "A tribute to Babylon Berlin" feierten ARD und ARD Degeto gemeinsam mit dem Cast und zahlreichen Beteiligten aus fünf Staffeln das Ende des internationalen Serienerfolgs.
Auch die Regisseure und Autoren Achim von Borries, Henk Handloegten und Tom Tykwer nahmen an der Veranstaltung teil. Sie haben das Projekt über zehn Jahre hinweg maßgeblich geprägt.
Die Kommunikation zum Serienende setzt bewusst auf große Gefühle: "Die allerletzte Nacht. Der allerletzte Tanz." Das Finale wird damit nicht nur als neuer Programmtermin angekündigt. Die ARD inszeniert es als besonderen kulturellen Moment – als Abschied von einer Serienwelt, die über viele Jahre eigene Bilder, Figuren und eine unverwechselbare musikalische Ästhetik geschaffen hat.
Das Premieren-Event verlängert die Serienwelt
Mit dem Zoo Palast fand die Weltpremiere in einem der traditionsreichsten Premierenkinos Berlins statt. Der Veranstaltungsort verstärkte die Verbindung zwischen der Serie und ihrer Stadt. "Babylon Berlin" erzählt von einer Metropole zwischen kulturellem Aufbruch, politischer Radikalisierung und gesellschaftlichem Umbruch. Für einen Abend wurde diese Serienwelt in einen realen Berliner Schauplatz übertragen.
Auch das Bühnenprogramm griff die Ästhetik der Serie auf. Max Raabe und Band eröffneten die Premierenvorführung mit "Ein Tag wie Gold". Christian Friedel führte durch den Abend und trat mit seiner Band Woods of Birnam auf. Gemeinsam spielten sie ein Medley aus "Du bist alles" und "Zu Asche, zu Staub". Friedels Abschlussauftritt wurde nach Angaben der ARD mit Standing Ovations bedacht.
Rund 700 Gäste nahmen an der Premiere teil. Unter ihnen waren Liv Lisa Fries, Volker Bruch, Hannah Herzsprung, Benno Fürmann, Fritzi Haberlandt, Trystan Pütter, Clemens Schick, Udo Samel, Peter Kurth, Leonie Benesch, Saskia Rosendahl, Anna Fischer, Jonathan Berlin, Susanne Bormann, Jasmin Tabatabai, Johann von Bülow, Andreas Pietschmann, Sunnyi Melles und Ilyes Raoul.
Die Premiere wurde damit zugleich zu einem Wiedersehen mit der zehnjährigen Geschichte des Projekts. Der gemeinsame Auftritt vieler Beteiligter machte sichtbar, wie groß das personelle und kreative Netzwerk hinter der Serie ist.
Das Serienende fällt in eine Zeit des Umbruchs
Die fünfte Staffel führt in den Februar 1933. Die Handlung spielt in den Wochen zwischen der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler und dem Reichstagsbrand. Gereon Rath und Charlotte Ritter stehen in einer Stadt zwischen Rausch und Untergang vor Entscheidungen, die ihr Leben und das weitere Schicksal Deutschlands berühren.
Der historische Zeitpunkt verleiht der Veröffentlichung eine gesellschaftliche Bedeutung, die über klassisches Serienmarketing hinausgeht. Die Kommunikation selbst stellt keine direkten Bezüge zur Gegenwart her. Dennoch weckt der Stoff Assoziationen, die für moderne Gesellschaften auch heute relevant sind.
Gerade darin liegt eine Stärke der Inszenierung. Die historische Handlung wird nicht mit einer vordergründigen politischen oder gesellschaftlichen Botschaft verbunden. Stattdessen vertraut die Kommunikation auf die Wirkung der Geschichte und darauf, dass das Publikum eigene Verbindungen zur Gegenwart herstellt.
Streaming und lineares Fernsehen ergänzen sich
Seit dem 10. September 2026 sind alle acht Folgen der finalen Staffel in der ARD Mediathek verfügbar. Das Erste zeigt das Serienfinale zusätzlich an zwei Abenden im linearen Fernsehen: vier Folgen am 19. September ab 20.15 Uhr und vier weitere Folgen am 25. September ab 22.20 Uhr. Auch die Staffeln eins bis vier stehen in der ARD Mediathek bereit.
Die Dramaturgie der Kommunikation zum Serienfinale
Die Veröffentlichung folgt einem gestaffelten Zeitplan. Die Weltpremiere am 10. September im Berliner Zoo Palast erzeugt Bilder, prominente Auftritte und Medienberichte. Gleichzeitig können die Zuschauer die gesamte Staffel bereits in der Mediathek abrufen. Die späteren Sendetermine im Ersten schaffen zwei zusätzliche Anlässe für die Programmkommunikation.
Auf diese Weise spricht die ARD unterschiedliche Sehgewohnheiten an. Wer die Staffel sofort sehen möchte, kann alle Folgen streamen. Wer Fernsehen als zeitlich festgelegtes Gemeinschaftserlebnis bevorzugt, erhält zwei feste Sendetermine. Beide Wege gehören zu derselben Veröffentlichungskampagne.
Das Premieren-Event steht am Anfang dieser Dramaturgie. Es verleiht dem Serienstart emotionale Bedeutung und liefert Inhalte für Presse, soziale Netzwerke und die weitere Bewerbung der Staffel.
Eine deutsche Serienproduktion wird zur internationalen Medienmarke
Die Zahlen unterstreichen die Bedeutung des Projekts. "Babylon Berlin" kommt nach Angaben der ARD auf mehr als 100 Millionen Abrufe in der ARD Mediathek und wurde in über 140 Länder verkauft. Die Serie zählt zu den aufwendigsten Serienproduktionen der deutschen Fernsehgeschichte.
Produziert wurde sie von X Filme Creative Pool in Koproduktion mit ARD Degeto, WDR, SWR, HR, Radio Bremen und Beta Film in Zusammenarbeit mit dem RBB. Produzenten für X Filme sind Uwe Schott, Tom Tykwer, Stefan Arndt und Michael Polle. Koproduzenten für Beta Film sind Jan Mojto, Dirk Schürhoff und Moritz Herzogenberg.
Die fünfte Staffel wurde vom Medienboard Berlin-Brandenburg, von der Film- und Medienstiftung NRW sowie vom German Motion Picture Fund gefördert.
Verantwortliche Redakteure medienseitig sind Christoph Pellander und Carolin Haasis für ARD Degeto Film, Alexander Bickel und Caren Toennissen-Brand für den WDR, Manfred Hattendorf und Monika Denisch für den SWR sowie Jörg Himstedt für den HR.
Die große Zahl der beteiligten Medien, Produktionsfirmen und Filmschaffenden zeigt, dass "Babylon Berlin" als Gemeinschaftsleistung öffentlich-rechtlicher und privatwirtschaftlicher Akteure verstanden werden kann. Zum Abschluss wird deshalb nicht nur eine Serie gewürdigt. Die Premieren-Veranstaltung im Zoo Palast feierte zugleich die Fähigkeit der deutschen Film- und Fernsehbranche, ein international erfolgreiches Prestigeprojekt hervorzubringen. Das Event bot einen würdigen Rahmen für den Abschied von der Serie, die Bilder und O-Töne verlängern die Botschaft über die Veranstaltung hinaus.
Titelbild: A tribute to Babylon Berlin Event am 10. September 2026 im Berliner Zoo Palast: Liv Lisa Fries und Volker Bruch bei der Weltpremiere der finalen Staffel von Babylon Berlin. (Bildrechte: ARD/Sebastian Gabsch; Foto: Sebastian Gabsch)

Zusammenfassung (Abstract):
ARD und ARD Degeto inszenieren das Ende von "Babylon Berlin" als mediales Abschiedsereignis. Die Weltpremiere im Berliner Zoo Palast, musikalische Bezüge zur Serie, rund 700 Gäste und eine gestaffelte Veröffentlichung in der ARD Mediathek sowie im linearen Fernsehen machen aus dem Serienfinale eine medienübergreifende Kampagne. Die Inszenierung verbindet Nostalgie, historische Bezüge und Eventcharakter mit der Positionierung der Serie als internationaler Erfolg deutscher Serienproduktionen.
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