Expertentipp 5 Tipps für Content Marketing über ein Firmen-Blog

29. Juni 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Überall dort, wo es erklärungsbedürftige Produkte oder Services gibt, kann Content helfen. Gerade jetzt zu Corona-Zeiten, in der auch viele Events abgesagt werden, müssen Unternehmen bewusst auf ihre Themen aufmerksam machen. Ganz gleich, ob in B2B oder B2C – je erklärungsbedürftiger ein Produkt oder Service ist, umso schwieriger ist das Marketing auf Distanz. Content Marketing kann Unternehmen hier unterstützen, neue Interessenten zu generieren. Ein Firmen-Blog ist einer der meist genutzten "Hubs" für zielgruppenrelevanten Content.

Die Kommunikationsberater der Full-Service-Agentur Evernine Group haben fünf Tipps erstellt, die Unternehmen beim Aufbau und bei der Optimierung ihres Unternehmensblogs unterstützen.

Tipp 1: Guter Mix aus dynamischem und statischem Content

Innerhalb der ersten 5 Sekunden entscheidet man auf einer Website, ob man den Beitrag lesen will oder nicht. Woran das liegt? Das menschliche Auge lässt sich stark von professioneller Content-Aufmachung, Auffälligkeiten und auch Aspekten wie der Aktualität beeinflussen. Fehlen diese, ist der Nutzer schnell gelangweilt und springt ab. Für einen Unternehmensblog ist es daher ratsam, einen Mix aus dynamischen und statischen (festgelegten) Textbausteinen bzw. Inhalten zu wählen. Dynamik ist hier doppelt zu sehen – zum einen durch die laufende Aktualisierung des Blogs (etwa über Routinen – und wenn es "Mini-News" sind), zum anderen braucht es idealerweise ein Mindestmaß an dynamisch wirkendem Content – wie Bewegtbild oder Slider. Besonders auf der Startseite eines Magazins bieten sich diese dynamischen Elemente an. Sie regen den User zum Lesen an, sich auf der Seite weiter umzuschauen.

Doch sollten es Unternehmen mit dynamischen Elementen nicht übertreiben. Sie können etwa Content Slider einsetzen, die im oberen Bereich des Blogs durchscrollen. So trifft der Leser auf eine erste Bewegung innerhalb des Magazins und wartet, welche Beiträge ihm im oberen Bereich empfohlen werden.

Auch Google liebt dynamischen Content. Durch seinen Einsatz bleibt die Seite immer aktuell – sie bleibt in Bewegung und das wirkt sich auch auf das Google-Ranking aus. Das ist oft effektiver als jede On-Site-Optimierung.

Tipp  2: Mehr Aufmerksamkeit durch Zwischenüberschriften

Um die Beiträge redaktionell hochwertig aufzubereiten, sollten Unternehmen möglichst Zwischenüberschriften einbauen sowie Hervorhebungen im Text wie z.B. Bullet-Points integrieren. Diese helfen dabei, die Aufmerksamkeit der Leser zu behalten und ihn nicht zu früh mit zu viel Text zu langweilen. Durch weitere Verlinkungen steigt die Verweildauer und es werden dem Leser gleichzeitig weitere Informationen angeboten. Auch hier ist wieder ein gewisser Mix gefragt: Die Zwischenüberschriften geben einen kurzen Überblick über die kommende Passage, Hervorhebungen lockern den Text ein wenig auf und Verlinkungen geben dem Leser weitere Informationen an die Hand.

Tipp 3: Hält der Beitrag, was er verspricht?

Natürlich ist der eigene Firmenblog ein Mehrwert für das Unternehmen und vor allem für das Marketing. Doch sollte ein Unternehmensblog auch professionell aufgebaut und geführt werden. Demnach sollten Unternehmen neben ihren eigenen Themen auch die aktuellsten Themen der Branche auf dem Blog spielen. Vor allem sollten sie die "Vorspann"-Funktion nutzen, die den Inhalt am Anfang des Beitrags spannend zusammenfasst und damit zum Lesen anregt.

"Der wichtigste Punkt, den Unternehmen beim Verfassen eines Beitrags berücksichtigen sollten: Sie sollten sicherstellen, dass der Artikel hält, was er verspricht. Denn nur 5 bis 20 Prozent des Artikels werden gelesen, wenn er das nicht tut. Verärgern Sie also Ihre Leser nicht. Bleiben Sie bei der Wahrheit und teasern Sie nur das in Headline und Vorspann an, was Sie in Ihrem Beitrag auch liefern können", so Konstantin Krieg, Head of Editorial & Publishing Services der Evernine Group.

Tipp 4:  Artikelempfehlungen

Damit das Unternehmensmagazin für die Leser möglichst vertrauenserweckend ist, empfiehlt es sich, auch weitere Artikel aus dem Firmen-Blog aufzuzeigen. Diese werden hauptsächlich am Ende eines Beitrags platziert, können aber auch in der Sidebar oder auch innerhalb des Beitrags auftauchen. Sie funktionieren sehr gut und geben dem Leser das Gefühl, er bewegt sich auf einer professionellen Magazin-Umgebung. Evernine empfiehlt, diese Kästen unterhalb eines Beitrags einzubauen, so verliert man die Leser nicht frühzeitig durch ihr Wegklicken und bietet ihnen dennoch Weiterlese-Möglichkeiten. Denn immerhin scrollen 30 Prozent der Leser bis zum Seitenende – Leser klicken gerne weiter.

Tipp 5: Erlebniswelten

Angenommen ein Unternehmen hat die richtigen Themen, der Blog ist aktuell und die Kollegen wollen ihn nun als Verlängerung des Marketings nutzen. Sie sollten nun auf Content Marketing setzen und ihre Zielgruppe in den Beiträgen auf ihre Pain Points aufmerksam machen. Dabei sollen die Kunden in Erlebniswelten eintauchen. Mit Content Marketing-Kampagnen haben Unternehmen die Chance, ihre Zielgruppe optimal mit ihren Themen anzusprechen und gezielt Awareness und Leads zu generieren. Nachdem Content Marketing mittlerweile als strategisches Tool für die Kommunikations-Strategie dient, ist es nun ein Leichtes mit einem vorhandenen Magazin, seine KPIs bestmöglich zu erreichen.

Titelbild: Eva Mickler (Head of Campaigns) und Konstantin Krieg (Head of Editorial & Publishing Services ) von der Evernine Group

 

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