45.000 Kilometer, mehr als 30 Länder und ein batterieelektrischer Lkw: DHL begleitet den Elektrotrucker Tobias Wagner auf einer außergewöhnlichen Weltreise. Die Expedition "In 80 Ladesäulen um die Welt" soll zeigen, was Elektromobilität im internationalen Straßengüterverkehr bereits leisten kann. Gleichzeitig entsteht ein Kommunikationsprojekt, das Nachhaltigkeit, Abenteuer und logistische Kompetenz miteinander verbindet.
Ein Elektro-Lkw als Botschafter für die Mobilitätswende
Die Transformation des Güterverkehrs wird häufig anhand von technischen Daten, Reichweiten und Ladeinfrastruktur diskutiert. DHL Group und der Elektrotrucker Tobias Wagner wählen einen anderen Weg: Sie machen die Möglichkeiten und Herausforderungen der Elektromobilität zum Gegenstand einer Weltreise.
Am 20. September 2026 um 12 Uhr ist bei der IAA Transportation in Hannover der offizielle Startschuss für die Expedition gefallen. Tobias Wagner hat sich mit seinem Mercedes-Benz eActros 600 auf den Weg gemacht, um rund 45.000 Kilometer durch mehr als 30 Länder zurückzulegen. DHL Group begleitet die Expedition als offizieller und exklusiver Logistikpartner.
Die Route führt zunächst durch die Balkanregion und die Türkei, anschließend durch Asien bis nach China. Weitere Etappen verlaufen durch Australien sowie Nord- und Südamerika, bevor der Elektro-Lkw nach Europa zurückkehrt.
Die Besonderheit: Das Fahrzeug soll nicht unter idealisierten Testbedingungen unterwegs sein. Vielmehr wird die Expedition mit unterschiedlichen Ladeinfrastrukturen, nationalen Rahmenbedingungen und komplexen Transport-Anforderungen konfrontiert. Für die interkontinentalen Abschnitte muss der Lkw zudem mehrfach per Schiff transportiert werden.
Damit wird die Reise zu einem öffentlich begleiteten Praxistest, bei dem nicht nur die Leistungsfähigkeit des Fahrzeugs, sondern auch die dahinterliegende Logistik sichtbar werden soll.
Von der logistischen Herausforderung zur persönlichen Abenteuergeschichte
Im Mittelpunkt der Expedition steht Tobias Wagner, der als Elektrotrucker und Initiator des Projekts die Reise selbst bestreitet. Er verleiht dem technisch und organisatorisch anspruchsvollen Vorhaben eine persönliche Perspektive.
"Ich möchte Menschen für die Möglichkeiten der Elektromobilität begeistern. Auf 45.000 Kilometern durch mehr als 30 Länder sind Herausforderungen vorprogrammiert. Bereits die Verschiffung eines gebrauchten Elektro-Lkw über die Weltmeere ist logistische Pionierarbeit und erfordert besonderes Know-how und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Ich freue mich, dass DHL sich mit mir auf dieses Abenteuer einlässt", so Wagner.
Die Expedition verbindet zwei Erzählstränge: den persönlichen Anspruch, mit einem Elektro-Lkw die Welt zu bereisen, und die Frage, welche technischen und logistischen Voraussetzungen für einen emissionsärmeren Güterverkehr geschaffen werden müssen.
Für DHL entsteht daraus die Möglichkeit, eigene Kompetenzen nicht nur abstrakt zu beschreiben, sondern anhand konkreter Herausforderungen zu demonstrieren.
DHL macht die eigenen Geschäftsbereiche zum Teil der Story
Die Unterstützung der Expedition verteilt sich auf mehrere Geschäftsbereiche der DHL Group. Jeder übernimmt eine andere Aufgabe entlang der Route.
Post & Paket Deutschland bringt Erfahrungen aus dem Aufbau und Betrieb elektrischer Transportnetze ein. Der Unternehmensbereich setzt in Deutschland bereits zahlreiche elektrische Fahrzeuge und Ladepunkte ein und baut die Ladeinfrastruktur weiter aus.
Die Weltreise soll zusätzliche Erkenntnisse darüber liefern, wie Elektromobilität im Logistikalltag funktioniert und welche Erfahrungen sich auf größere Transportlösungen übertragen lassen.
Guido Wübben, VP Sustainability Post & Paket Deutschland, erklärt:
"Diese Expedition ist mehr als eine außergewöhnliche Reise. Gemeinsam mit Tobias Wagner zeigen wir, dass der Straßengüterverkehr nicht auf fossile Kraftstoffe angewiesen bleiben muss. Alternative Antriebe und Energieträger können schon heute im realen Logistikalltag bestehen. Der Wandel hin zu neuen Antriebstechnologien ist eine der größten Transformationen, die die Lkw-Branche je erlebt hat. Mit dieser Expedition setzen wir ein Zeichen für mehr Offenheit, mehr Praxiserfahrung und mehr Tempo bei der Umsetzung dieser Veränderung."
DHL Freight begleitet das Projekt auf den europäischen Streckenabschnitten. Der Geschäftsbereich steuert Erfahrungen mit batterieelektrischen Lkw bei und unterstützt bei Bedarf mit seinem europaweiten Netzwerk. Dazu gehören insbesondere Fragen rund um Ladeinfrastruktur, Reichweite und Streckenplanung.
Antje Huber, SVP Strategy, CMO und Chief of Staff DHL Freight, sagt:
"Der Straßengüterverkehr verändert sich grundlegend. Elektrische Nutzfahrzeuge sind keine Zukunftsvision, sondern erfolgreich im Einsatz. Eine Weltreise mit einem Elektro-Lkw zeigt, was bereits möglich ist – und wie wichtig starke Partnerschaften sind, um emissionsärmere Transportlösungen weiter voranzubringen."
Wenn die Weltreise zur globalen Logistikaufgabe wird
Eine besondere Herausforderung liegt in den Transporten zwischen den Kontinenten. Hier übernimmt DHL Global Forwarding die Planung und Durchführung der internationalen Seefrachttransporte.
Der gebrauchte Elektro-Lkw soll von Südostasien nach Australien, von Australien nach Nordamerika und von Südamerika zurück nach Europa verschifft werden. Dabei gelten besondere Transport-, Sicherheits- und Dokumentationsanforderungen für batterieelektrische Fahrzeuge. Die Transporte erfordern außerdem eine enge Abstimmung mit lokalen Partnern und den beteiligten Akteuren entlang der internationalen Lieferkette.
Torben Waalkes, VP Global Head of Marine Chartering Industrial Projects, DHL Global Forwarding, erläutert:
"Eine Weltreise mit einem Elektro-Lkw ist ein komplexes Logistikprojekt. Jeder interkontinentale Transport muss exakt geplant, mit lokalen Partnern abgestimmt und sicher in die Route integriert werden. Mit unserer Erfahrung in internationalen Transportlösungen sorgen wir dafür, dass der Elektro-Lkw zuverlässig von Kontinent zu Kontinent gelangt."
Auch DHL Express ist in das Projekt eingebunden. Der Geschäftsbereich stellt den weltweiten Versand von Ersatzteilen, technischem Equipment und weiterem Material sicher. Benötigte Komponenten können so auch kurzfristig an Stationen entlang der Route bereitgestellt werden.
Die verschiedenen Leistungen greifen ineinander: Während DHL Freight die europäischen Straßenetappen unterstützt, organisiert DHL Global Forwarding die interkontinentalen Transporte. DHL Express übernimmt zeitkritische Materialsendungen, und Post & Paket Deutschland bringt Erfahrungen aus der Elektrifizierung bestehender Transportnetze ein.
Die Expedition wird dadurch zugleich zu einem Anwendungsbeispiel für das Zusammenspiel unterschiedlicher Logistikdienstleistungen innerhalb der DHL Group.
Social Media macht die Reise zum fortlaufenden Kommunikationsformat
Die Expedition ist nicht als einmalige Aktion angelegt. Tobias Wagner dokumentiert die Weltreise auf seinen Social-Media-Kanälen, unter anderem auf YouTube unter @elektrotrucker. Geplant sind regelmäßige Einblicke in den Reiseverlauf, die Ladeplanung, Routenentscheidungen und auftretende Herausforderungen.
Für die Kommunikation rund um das Projekt eröffnet dies einen längeren Erzählzeitraum. Während der Start auf der IAA Transportation einen öffentlichkeitswirksamen Auftakt bot, schaffen die einzelnen Reiseetappen immer wieder neue Anlässe für die Berichterstattung und Social-Media-Inhalte.
Dabei sind nicht nur erfolgreich bewältigte Strecken interessant. Auch Schwierigkeiten bei der Ladeplanung oder unerwartete Verzögerungen können die Geschichte weiterentwickeln.
Ob die Expedition ihr Ziel erreicht und welche Erkenntnisse sich auf den regulären Güterverkehr übertragen lassen, wird sich im Verlauf der Reise zeigen.
Weitere Informationen zur Expedition gibt es auf der Projektwebsite "In 80 Ladesäulen um die Welt" sowie auf der DHL-Elektrotrucker-Projektseite.
marketingScout.com Kommentar: Was diese Kampagne besonders macht
Bemerkenswert ist vor allem die Rollenverteilung: Nicht DHL selbst unternimmt die Weltreise, sondern ein externer Protagonist. Das Unternehmen ermöglicht das Vorhaben und macht seine logistische Kompetenz dort sichtbar, wo sie tatsächlich benötigt wird.
Daraus ergibt sich eine Kommunikationsmechanik, die sich als Enablement-Storytelling beschreiben lässt: Die Marke wird zum Ermöglicher einer außergewöhnlichen Leistung, anstatt sich selbst permanent in den Mittelpunkt zu stellen.
Gleichzeitig liegt in der Offenheit des Reiseverlaufs eine kommunikative Herausforderung. Wenn die Expedition vor allem als reine Erfolgsgeschichte inszeniert würde, könnte sie an Glaubwürdigkeit verlieren. Gerade die Dokumentation von Ladeproblemen, Verzögerungen und unerwarteten Schwierigkeiten machen den Anspruch eines Praxistests nachvollziehbar.
Das Besondere ist zudem nicht die Weltreise mit einem Elektro-Lkw alleine, sondern die kommunikative Verknüpfung von Abenteuer, praktischer Erprobung und konkreter Markenleistung. DHL schafft einen Rahmen, in dem die eigene Kompetenz über die Bewältigung realer Aufgaben vermittelt werden kann.
Die Expedition zeigt exemplarisch, wie Marken gesellschaftliche Transformationsprozesse aufgreifen können, ohne sie ausschließlich über Werbeversprechen zu kommunizieren: Sie machen den Wandel zum Gegenstand einer Geschichte, deren Fortgang öffentlich beobachtet werden kann.
Titelbild: In 80 Ladesäulen um die Welt – Tobias Wagner startet mit seinem Mercedes-Benz eActros 600 zur Expedition. Die DHL Group begleitet das Projekt als offizieller und exklusiver Logistikpartner. (Quelle: DHL Group)

Verwandte Themen:
DHL, DHL Group, DHL Weltreise, In 80 Ladesäulen um die Welt, Elektrotrucker, Tobias Wagner, Mercedes-Benz eActros 600, IAA Transportation 2026, Elektromobilität, Elektro-Lkw, E-Truck, Logistik, E-Mobility, Ladeinfrastruktur, Güterverkehr, Markenkommunikation, Nachhaltigkeit, CSR, Storytelling, Brand Storytelling, Content Marketing, Social Media Marketing, Eventmarketing, Marketingkampagne, Markeninszenierung, Transformation, Praxistest Elektromobilität
Zusammenfassung (Abstract):
DHL begleitet den Elektrotrucker Tobias Wagner auf einer 45.000 Kilometer langen Weltreise durch mehr als 30 Länder. Die Expedition "In 80 Ladesäulen um die Welt" verbindet Elektromobilität, globale Logistik und Abenteuer. marketingScout.com analysiert, wie DHL aus einem Praxistest eine mehrteilige Markenstory macht und die Transformation im Güterverkehr kommunikativ aufgreift.
Keinen Marketing-Trend mehr verpassen? marketingScout Newsletter








