Auszeit - was nun? Wie Touristik-Unternehmen die Krise überbrücken

Screenshot: https://www.spiekeroog.de (23.03.2020)
25. März 2020Autor: Redaktion MarketingScout

"Wir nutzen die Zeit für ein paar Dinge, die wir immer schon machen wollten."

Dies sagt das Team der Global Communication Experts GmbH, die sich als Marketing- und Kommunikationsagentur auf den Bereich Tourismus spezialisiert hat. Aufgrund der Coronavirus-Krise stehen viele Unternehmen der Reisebranche vor besonderen Herausforderungen. Die Agentur hat ihre Kunden danach gefragt, wie sie die Krisensituation meistern und die Auszeit überbrücken. Hier drei Beispiele:

Beispiel 1: Insel Spiekeroog – Mirko Schwerdtfeger, Bereichsleiter Tourismus der Nordsee Spiekeroog GmbH

"Der komplette touristische Betrieb, der gerade im 'Hochfahrmodus' für die Saison war, wurde innerhalb von einem auf den anderen Tag komplett heruntergefahren. Die Insel Spiekeroog ist frei von Gästen, über 3.500 Gästebetten stehen leer. Der Fährplan wurde auf einen Notbetrieb umgestellt, um die Insulaner noch versorgen zu können und die Besatzungen weitestgehend aus der Ansteckungsgefahr zu bringen. Wir von der Nordseebad Spiekeroog GmbH haben auf Homeoffice und zum überwiegenden Teil auf Kurzarbeit umgestellt, um die Liquidität der GmbH zu sichern, und um gleichzeitig unsere Mitarbeiter zu halten. Parallel zu diesen Maßnahmen müssen wir gewährleisten, dass Einrichtungen und Angebote vorbereitet sind, sobald der Betrieb wieder aufgenommen wird und wieder Gäste nach Spiekeroog kommen dürfen. So versuchen wir Teams und Abteilungen, die den späteren Betrieb sicherstellen, so weit wie möglich zu beschäftigen. Dazu gehört es auch, Mitarbeiter aus anderen Abteilungen kurzfristig und im Rahmen der vereinbarten Kurzarbeit dort einzusetzen, wo die Arbeit derzeit anfällt. Zudem wird die Zeit genutzt, um liegen gebliebene Projekte anzugehen sowie um neue Kampagnen, Konzepte und Strategien zu erarbeiten." www.spiekeroog.de

Beispiel 2: VIVA Cruises – COO Andrea Kruse

"VIVA Cruises musste alle Reisen bis zum 19. April absagen, unter anderem auch die Jungfernfahrt des ersten eigenen Schiffes, der VIVA Tiara. Die Reederei bietet ihren Kunden für die gestrichenen Touren großzügige Umbuchungsmöglichkeiten an. Viele unserer Mitarbeiter sind im Homeoffice tätig, wir bleiben somit jederzeit handlungsfähig und für unsere Kunden und Partner erreichbar. Insgesamt konzentrieren wir uns in dieser Zeit auf unseren Katalog 2020/21, der vor kurzem als Printversion und online veröffentlicht wurde. Hierzu laufen gerade Gespräche mit nationalen und internationalen Gruppenpartnern für das kommende Jahr sowie für das 3. und 4. Quartal 2020. Außerdem arbeiten wir an der Integration unserer Produkte in den diversen Beratungstools für Reisebüros, damit sie, wenn die Nachfrage zurückkehrt, direkt mit aktuellen Preisen und Verfügbarkeiten durchstarten können. Auch nutzen wir die Ruhe für den Ausbau unserer Online-Kooperation sowie der Überarbeitung unserer Websites. Und wir überlegen uns neue Social-Media-Strategien und erstellen beispielsweise Kalender für Kanäle wie Instagram und Facebook." www.viva-cruises.com

Beispiel 3: Health & Balance Resort Gräflicher Park, Bad Driburg – Geschäftsführer Volker Schwartz

"Das Hotel musste am 19. März 2020 aufgrund der Verordnungen in Deutschland komplett schließen, obwohl die Buchungen sehr gut waren. Vorerst sollen wir bis zum 19.4. geschlossen bleiben. Damit trifft uns die Krise enorm. Doch wir versuchen die Zeit zu meistern, indem wir einen Teil der Mitarbeiter beschäftigen. So arbeitet das Personal in der Technikabteilung und bei der Parkpflege nach wie vor wie gehabt. Zudem bekommen unsere Azubis durch das F & B-Team ein 14-tägiges Küchentraining inklusive Serviceschulung. Auch ziehen wir Renovierungsarbeiten der Zimmer vor und reinigen zum Beispiel nächste Woche unseren 25 Meter Außenpool. Anfang April werden wir auch im Marketingbereich aktiver, denn ich gehe davon aus, dass ein nachhaltiger Deutschlandurlaub nach der Krise sicherlich keinen Rückgang zu verzeichnen hat. Als familiengeführtes Resort haben wir die Möglichkeit auf die Mitarbeiter einzugehen und somit gemeinsam eine Lösung zu finden. So werden die Mitarbeiter, die nicht mehr arbeiten, zuerst Gutstunden und anschließend den Urlaub der Monate Januar bis April nehmen. Sollte dies nicht ausreichen, können Mitarbeiter Minusstunden in Höhe einer Wochenarbeitszeit machen. Erst danach sollte es zur Kurzarbeit kommen. Das wichtige wird jedoch sein, dass wir alle gesund bleiben." www.graeflicher-park.de.

 

Screenshot: https://www.spiekeroog.de (23.03.2020)
Die Nordseeinsel Spiekeroog verabschiedet sich mit diesem Sehnsuchtsmotiv in die zwingend erforderliche Coronavirus-Pause. Screenshot: https://www.spiekeroog.de (23.03.2020)

Weitere Beispiele aus der Touristik-Branche gibt es auf presseportal.de

 

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