Switch Wie Marken ihre Kommunikation angesichts COVID-19 ändern

26. März 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Aufgrund der aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Krise verändern viele Marken ihre Kommunikationsstrategien und Kampagnen. Neben einigen unverbesserlichen Trittbrettfahren, die die Krise nur als Aufhänger für wenig authentische oder glaubwürdige Appelle nutzen, gibt es auch gelungene Beispiele, die weniger platt, dafür kreativ und inspirierend sind.

Beispiel: Chiquita

Die weltweit bekannte Obst-Marke nutzt immer wieder ihren prägnanten blauen Aufkleber für Marketingaktionen – diesmal im Zusammenhang mit einer #stayhome Botschaft, die natürlich auch dem eigenen Marketinginteresse dient, durch ihren spielerischen Charakter jedoch angenehm daherkommt. Auf Instagram postete das Unternehmen vor zwei Tagen ein "lückenhaftes" Motiv des blauen Stickers, auf dem die 'Lady mit dem Obstkorb' fehlte. Die Botschaft "Miss Chiquita went home and she asked everyone to do the same and protect themselves. Please do the same. #stayhome" kam spontan an und wurde bereits nach kurzer Zeit mit zahlreichen Likes belohnt.

Screenshot: https://www.instagram.com/chiquitabrands/ 25.03.2020

Beispiel: Coca-Cola

Laut einer kurzen Meldung der W&V Morgenpost (Ausgabe vom 25.03.2020) hat Coca-Cola in Großbritannien alle Ausgaben für das Brand Marketing gestoppt. Zwei Tage zuvor hatte das Magazin adweek.com in einem Beitrag, der auch die o.g. Chiquita Aktion aufgreift, ein Motiv von Coca-Cola am N.Y. Times Square abgebildet. Die klare, prägnante Botschaft in großen Lettern: "Staying apart is the best way to stay united." Das passt.

Beispiel: Insel Spiekeroog

Die Nordseeinsel verabschiedete sich mit einem Sehnsuchtsmotiv auf ihrer Homepage in die zwingend erforderliche Coronavirus-Pause (s. Artikel auf marketingScout.com). Die Tonality der Headline ist fast schon berührend und zeigt ein ehrliches Interesse an jedem Insel-Besucher. (Der urlaubsreife Betrachter denkt sich: "Ich komme auf jeden Fall vorbei, sobald es wieder geht.")

Expertentipps

Allen Unternehmen, die auch über eine Anpassung ihrer Markenkommunikation an die aktuelle Lage nachdenken, raten die Kommunikationsexperten der Edinburgher Agentur "The Reputation People" zu einer möglichst genauen, rechtzeitigen, konsistenten und klaren Kommunikation. Insbesondere die zum Teil sehr unterschiedlichen (Informations-)Bedürfnisse und Befindlichkeiten der verschiedenen Empfängergruppen (Kunden*innen, Mitarbeiter*innen, Geschäftspartner, Journalisten / Medien etc.) seien zu berücksichtigen.

Die Online-Druckerei Cewe-Print rät vor allem lokalen Unternehmen dazu, jetzt nicht die gesamte (Kunden-)Kommunikation auf digitale Medien umzustellen. Für schnelle Informationen seien online veröffentliche Beiträge zwar eine gute Lösung, doch würden sie nur einen Teil der (potenziellen) Kunden erreichen. Über gedruckte Flyer und Folder ließen sich wichtige Informationen direkt am PoS oder vor dem Ladengeschäft platzieren. So können auch die Menschen von nützlichen Hinweisen, Tipps und Ratschlägen profitieren, die digitale Medien nicht oder nur selten nutzen. Mittels gut gestalteter Grußkarten könne man ferner den Kontakt zu seinen Kunden aufrecht erhalten und sich durch einen persönlichen Gruß (und ggf. einem beigelegten Gutschein) nachhaltig positiv im Gedächtnis verankern.

 

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