CSR-Aktion Frosch fordert von Henkel mehr Ehrlichkeit

Bild: Hannes Jaenicke (Copyright: Marke Frosch)
14. Oktober 2018Autor: Redaktion MarketingScout

Frosch geht in die Luft: "Wir finden, dass nur echtes Post Consumer Recyclat den Namen Recyclingplastik verdient!"

Kein Mogeln bei Recyclingplastik: Mit einer ungewöhnlichen Aktion hat die Reinigermarke FROSCH (Werner & Mertz Gruppe) die Konkurrenz von Henkel zu mehr Nachhaltigkeit und Offenheit im Verpackungsmanagement aufgefordert. Nur echtes Post Consumer Recyclat sollte als Recyclingmaterial ausgewiesen werden, so die Botschaft.

Mit einem an einem Werbeflugzeug befestigten Banner "Wir müssen reden!", der über der Firmenzentrale von Henkel kreiste, hat Frosch den Konsumgüterriesen aufgefordert, Verpackungen nur noch so zu gestalten, dass sie am Ende nicht in der Umwelt landen.

Laut Frosch könne sich der Verbraucher bei Recyclingverpackungen heute nicht darauf verlassen, dass diese aus echtem Altplastik aus Privathaushalten (z.B. dem Gelben Sack) hergestellt sind. Oftmals handele es sich um Kunststoffabfälle aus der Industrie, sogenanntes Post-Industrial-Recyclat (PIR), welche nur wenig geeignet seien, die umweltbelastende Plastikabfallmenge zu verringern.

Frosch erklärt, dass es sich bei PIR um Kunststoffe handele, die noch keine Gebrauchsphase durchlaufen haben und deren Wiederverwertung direkt beim Verpackungshersteller zur Verringerung der Materialverschwendung während des Produktionsprozesses erfolge. Daher würde die Verwendung von PIR für Verpackungen somit kaum dazu beitragen, die für die Umwelt bedrohliche Plastikabfall-Menge zu verringern.

Wolfgang Feiter, Leiter Consumer-Marketing, zu der Aktion:
"Wir gehen in diesen Tagen in die Luft für die Verbraucher, denn wir wollen ein deutliches Zeichen für höchste Transparenz setzen, wenn es um die Herkunft von Recycling-Plastik geht. Bei unserem Engagement wollen wir nichts unversucht lassen, um große Unternehmen wie Henkel zu motivieren, mit uns über eine hochwertige Kreislaufführung von Verpackungsmaterialien zu reden und auch mitzumachen."

Hannes Jaenicke, Schauspieler und Umweltaktivist, macht sich ebenfalls für die Aktion stark:
"Verpackungen aus diesem Material (gemeint ist "PIR" – Anm.d.R.) als Recyclingverpackungen auf den Markt zu bringen, ist eine Mogelpackung im wahrsten Sinne des Wortes, denn es führt nicht nur die Verbraucher komplett in die Irre, sondern konterkariert auch das Konzept einer echten Kreislaufwirtschaft. Hier wird gegenüber den Verbrauchern mit Recyclingmaterialien geworben, ohne sich wirklich die Mühe zu machen, den Plastikabfall der Verbraucher aufzubereiten".

Bild: Hannes Jaenicke (Copyright: Marke Frosch)
Bild: Hannes Jaenicke (Copyright: Marke Frosch)

 

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