Kreation Analogie-Konzept wirbt für mehr Fairness im Straßenverkehr

Bild: Visual der #SchönerVerkehren Kampagne von Changing Cities e.V.
15. Juni 2020Autor: Redaktion MarketingScout

Changing Cities Kampagne sensibilisiert für mehr Fairness im Straßenverkehr und zieht dabei eine Analogie zum Schwimmbad.

Der Changing Cities e.V. hat am vergangenen Freitag die Social-Media-Kampagne #SchönerVerkehren gestartet. Ziel der Kampagne ist es, mehr Fairness im Straßenverkehr zu erreichen. Das Besondere an dem Kreativkonzept: Gefahren- und Konfliktsituationen im Straßenverkehr werden ganz neu erzählt. Nicht die Situation auf der Straße selbst, sondern vergleichbare Situationen im Schwimmbad stehen im Zentrum der kurzen Clips. Das Analogie-Konzept wurde aufgrund eines im Straßenverkehr zu beobachtenden "Gewohnheits- bzw. Abstumpfungseffektes" gewählt: Gefährliches oder unsoziales Verhalten im Straßenverkehr wird heute oft als "gängig" akzeptiert – erst in anderen Umfeldern wird das gleiche Verhalten als egoistisch und normverletzend erkannt.

Der erste Spot der Kampagne mit dem Hashtag #SchönerVerkehren widmet sich einem Verhalten, das viele stört und bei den Verkehrsteilnehmer*innen enorm polarisiert: Rotlicht-Verstöße. Während viele Verkehrsteilnehmer*innen angeben, Rotlicht-Verstöße wahrgenommen zu haben, ist die Anzahl derjenigen, die zugeben, bei Rot gefahren zu sein, verschwindend gering.

Yvonne Hagenbach, Kampagnenleiterin von Changing Cities:
"Rotlicht-Verstöße sind so polarisierend, weil die Wahrnehmung des Fehlverhaltens so unterschiedlich ist. Wer ordnungsgemäß in seinem Pkw an einer Ampel wartet, kann mit voller Aufmerksamkeit verfolgen, wie ein*e Radfahrende*r über Rot fährt. Tatsächlich werden aber die weitaus meisten Verstöße durch Autofahrer*innen begangen. In Berlin sind es 77 Prozent der geahndeten Rotlichtverstöße; die Radfahrenden machen tatsächlich nur einen Anteil von 22 Prozent aus. Mit der Kampagne #SchönerVerkehren zeigen wir, wie asozial und gefährlich dieses Verhalten eigentlich ist – egal, von wem es ausgeht."

Die Kampagne ist ein Kooperationsprojekt von Changing Cities e.V. zusammen mit ACV, BVG, Fuß e.V., der Berliner Polizei und VCD. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) gefördert und soll bis November 2020 laufen. Oberstes Anliegen ist es, den Bürgerinnen und Bürgern eine andere Perspektive auf das Verhalten auf der Straße anzubieten, um für die Belange anderer Verkehrsteilnehmer*innen zu sensibilisieren. Die Botschaft: Nicht regelkonformes Verhalten, das man vielleicht als gefahrlos oder als Kavaliersdelikt einstuft, stellt für andere bzw. für einen selber oft eine tatsächliche Gefahr dar. Da hilft auch die beste Ausrede nicht.

Bild: Visual der #SchönerVerkehren Kampagne von Changing Cities e.V.
Bild: Visual der #SchönerVerkehren Kampagne von Changing Cities e.V.

 

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